Kurz und klein

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Politik | aus FALTER 32/10 vom 11.08.2010

Große Vorfreude Ewald Stadler, der nun im Verdacht steht, er hätte von Saddam Hussein Geld erhalten, wartet auf seine Anklage in anderer Sache. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchte schwere Nötigung im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Jugendfotos von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bei Wehrsportübungen vor. „Ich freue mich darauf, Strache vor Gericht vorzuführen“, sagt Stadler und kritisiert gleichzeitig, dass er bereits im April vom Parlament an die Justiz ausgeliefert, bis heute aber noch nicht einmal einvernommen wurde.

Große Summen Wie Profil berichtet, zahlten die ÖBB dem Lobbyisten und Karl-Heinz-Grasser-Freund Peter Hochegger in den vergangenen Jahren zumindest vier Millionen Euro Beraterhonorar. Auch die Rechtsanwaltskanzlei Lansky, Ganzger & Partner kassiert zwischen 2007 und 2017 4,5 Millionen Euro von den ÖBB. Solche Rahmenverträge seien üblich, und es werde für jeden Cent auch eine Leistung erbracht, erklärte die Anwaltskanzlei per Aussendung.

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Prozent aller Bezieher von Kinderbetreuungsgeld sind Männer. Am häufigsten bleiben Wiener Väter bei den Kindern. Hier sind 9,3 Prozent der Karenzgeldbezieher männlich.

Große Steuern Nicht nur in Österreich werden angesichts des Budgetlochs Steuerpläne diskutiert. Auch EU-Budgetkommissar Janusz Lewandowski stellt EU-weite Steuern in Aussicht. Vorstellbar sind für die Kommission eine Luftverkehrsabgabe oder eine Finanztransaktionssteuer. Das Geld solle ins EU-Budget fließen.

Großer Ärger Ein Spiegel-Bericht, laut dem die deutsche Regierung die Laufzeit von Atomkraftwerken um bis zu 15 Jahre verlängern will, sorgt für Ärger in Oberösterreich. Dadurch könnte das AKW Isar 1 statt 2011 erst 2025 vom Netz genommen werden. Isar 1, das lediglich 100 Kilometer von Österreich entfernt ist, liefert seit 1977 Strom und musste erst vergangenen Februar wegen einer Panne abgeschaltet werden.


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