Millionen von Saddam und Grasser im Hinterzimmer: die neuen Spuren

Politik | aus FALTER 32/10 vom 11.08.2010

War das vom Falter veröffentlichte „Tagebuch“ des Walter Meischberger nur ein PR-Coup des feschen Lobbyisten? Entsprechende Mutmaßungen schwirrten durch die Medien. Der ehemalige FPÖ-General, so die Behauptung, wolle durch sein Notizbuch nur von der Causa Buwog und seiner Millionenprovision ablenken.

Es spricht vieles gegen diese These. Meischberger, der die Authentizität des Buches bestätigte, rückt ja auch seinen Spezi Karl-Heinz Grasser ins Zwielicht. Der „supersaubere“ Ex-Finanzminister sei bei einem Treffen im Hinterzimmer von Meischbergers Büro im November „noch immer paranoid“ gewesen, wolle nun mit seinem Anwalt nach Zürich zu einem Anlageberater namens Norbert W. fahren, um dort „die Dinge“ zu regeln. In der Schweiz liege nämlich noch „Gefahrenpotenzial“.

Für die Fahnder eine durchaus brisante Notiz. Denn sowohl „Meischi“ als auch Grasser nutzten denselben Vermögensberater und vertrauten auf dieselbe Offshore-Briefkastenfirma, die Mandarin Ltd.


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