Jörg Haiders scheues Wesen

Politik | aus FALTER 32/10 vom 11.08.2010

Welche Rolle spielt der einstige Sekretär Gerald Mikscha in der Affäre um angebliche Geheimkonten? Nachforschungen über einen Unfassbaren

Bericht: Nina Horaczek

Plop. Plop. Plop knallt der Tennisball auf den Sandboden. Der Ostblock fällt zusammen. Die FPÖ ist im Aufwind. Madonna singt „Like a Prayer“. Peter Westenthaler hat sich blonde Strähnchen gefärbt. Und Jörg Haider lernt Tennis.

Plop. Plop. Plop macht der Ball auf dem Klagenfurter Tenniscourt. 1989 fällt nicht nur die Berliner Mauer. 1989 gewinnt Gerald „Gerry“ Mikscha ein Tennistunier, das sein Leben verändert. Den Pokal überreicht Jörg Haider, der neue Landeshauptmann von Kärnten. Kurz darauf ist der damals 18-Jährige Haiders persönlicher Sekretär. Zehn Jahre weicht Mikscha nicht von Haiders Seite. Spielt mit ihm Tennis, läuft Marathon – immer einen Schritt hinter Haider, wohl aus Respekt, denn Mikscha ist der bessere Läufer. Erst im Jahr 2000 verabschiedet sich das bravste Buberl aus Haiders Partie aus


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