Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Vera Bandion | aus FALTER 32/10 vom 11.08.2010

Eine verrückte Idee wird Realität: die Muslim Jewish Conference

Am Campus im Alten AKH sitzen junge Menschen um Holztische und essen zu Mittag. Sie unterhalten sich auf Englisch, Deutsch und Arabisch. Es ist der letzte Tag der Muslim Jewish Conference. Eine Woche lang, vom 1. bis 6. August, diskutierten 60 junge Muslime und Juden aus über 25 Ländern wie Pakistan, Ägypten und Marokko über heikle Themen wie Islamophobie und Antisemitismus. Drei Deklarationen sind entstanden, die konkrete und realistische Vorschläge zum Abbau von Vorurteilen enthalten und von der „United Nations Alliance of Civilisations“ veröffentlicht werden. „Ich bin positiv überrascht“, sagt der 27-jährige Student Ilja Sichrovsky, der die Idee zur ersten Muslim Jewish Conference hatte. „Ich hätte nicht gedacht, dass alles so reibungslos und harmonisch funktioniert.“ Der friedliche und konstruktive Austausch zwischen Menschen, die einander sonst gar nicht treffen, stand im Mittelpunkt der Konferenz. Und dieser ist den jungen Leuten gelungen.


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