Landtagswahl Steiermark 2010

„Wir müssen uns nicht entschuldigen“

Steiermark | aus FALTER 32/10 vom 11.08.2010

KPÖ-Spitzenkandidatin Claudia Klimt-Weithaler über Fidel Castro, die Zukunft des Kommunismus und Handtaschen

Interview: Donja Noormofidi, Gerlinde Pölsler

Im Kaffeehäferl in Zeltweg sitzen schon um die Mittagszeit Männer bei ihrem Bier, vom Werksgelände der Voest-Alpine dröhnt ein unangenehmes Pfeifen herüber. „Bei uns geht es ein bisschen härter zu“, lächelt Claudia Klimt-Weithaler. Nur ein paar Meter vom Kaffeehäferl entfernt, in einer schmucklosen Arbeitersiedlung, ist die KP-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl aufgewachsen.

Vom Balkon der elterlichen Wohnung aus überblickte sie das Werksgelände, wo der Vater und die Großmutter arbeiteten. „Als erste Kranführerin“, erzählt Klimt-Weithaler stolz. Über die Oma kam sie auch zur KPÖ. „Da wurde über die Friedensbewegung, Atomwaffen und Frauenpolitik gesprochen – das war für mich neu.“

Im Jahr 2000 trat Klimt-Weithaler der Partei bei, aus Protest gegen die schwarzblaue Regierung. Bei den Wahlen im Herbst will


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