Frauen beim Medizin-Test weniger erfolgreich: Was machen die österreichischen Schulen bloß falsch?

Steiermark | aus FALTER 32/10 vom 11.08.2010

Bericht: Gerlind Pölsler

Beim Aufnahmetest zum Medizinstudium schneiden die österreichischen Frauen schlechter ab als die Burschen; am größten fallen die Unterschiede in Physik aus, gefolgt von Mathe und Chemie. Die Meduni Graz ist nun zu überraschenden Ergebnissen gelangt: Jene Mädchen, die nicht sofort nach der Matura antreten, sondern ein Jahr später, schneiden genauso gut ab wie ihre männlichen Kollegen. Der Test fragt Lernstoff ab, und „wenn die Mädchen die Möglichkeit haben, sich vorzubereiten, gleichen sie das aus“, so Rektor Josef Smolle. Überhaupt erzielen beide Geschlechter bessere Ergebnisse, wenn sie nicht gleich nach der Matura antreten. Für Vizerektor Gilbert Reibnegger ist klar: Das heimische Schulsystem bereite Mädchen in Naturwissenschaften (Nawi) schlechter vor als Buben. Bei Kandidaten aus anderen Ländern tauchten zwar auch Geschlechterunterschiede auf, diese seien aber geringer und teilweise nicht signifikant.

Österreich hat hier offenbar ein besonderes


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