Spielverbot im Garten Eden

Matthias Dusini | aus FALTER 33/10 vom 18.08.2010

Mehr Kunst als Natur: Flanieren in den historischen Gärten Wiens von Belvedere bis Augarten

Im Garten Eden gibt es kein „Betreten verboten“. Auch im Garten des Belvedere bleibt der Besucher brav auf den Wegen, ohne dass ihn Verbotsschilder darauf aufmerksam machen müssten. In dieser Pracht barocker Repräsentation gibt es kein Ausbüxen. In der ist die Natur millimetergenau gestutzt, gezüchtet und dressiert wie die Lipizzaner in der spanischen Hofreitschule.

Sphinxen und Marmorhelden verneigen sich vor dem Ruhm des Kriegshelden Prinz Eugen. Aus Frankreich kam der junge Adelige nach Wien, machte unter den Habsburger Kaisern Karriere. Er gewann eine Schlacht nach der anderen und baute Palais um Palais. Gebäude und Garten des Belvedere wurden ab 1700 bis 1721 nach den Entwürfen des Architekten Lukas von Hildebrandt (1668–1745) und des am Münchner Hof tätigen Gartenkünstlers und „Fontainiers“ Dominique Girard (um 1680–1738) errichtet.

Die Eibenhecken stehen seit einiger Zeit


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