Architektur Tipp

Vom Jugendstil zur Arbeiterarchitektur

Lexikon | aus FALTER 33/10 vom 18.08.2010

Um 1900 hatten 95 Prozent aller Wiener Wohnungen weder Fließwasser noch Toiletten und die meisten bestanden nur aus Kuchl, Kabinett. Mit dem Gemeindebau wurde nach 1922 ein sozialutopisches Novum aus der Taufe gehoben. Die Ausstellung „Wagner-Schule: Rotes Wien“ geht nun dem Anteil an Architekten in dieser großen Bewegung der 20er-Jahre nach, die von Otto Wagner an der Akademie der bildenden Künste ausgebildet wurden. Viele der Namen sind heute nur Kennern ein Begriff: Zum Beispiel Hubert Gessner, der mit der Gartenstadt Jedlesee (heutiger Karl-Seitz-Hof), den Inbegriff des Volkswohnbaus entwarf und auch für den konstruktivistisch geprägten Lasalle-Hof verantwortlich ist. Auch der Architekt Karl Ehn, der den Karl-Marx-Hof plante, war Wagner-Schüler. NS

Wagner:Werk, bis 28.8.


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