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Spanischer Davidstern unter Wiener Halbmond

Lexikon | aus FALTER 33/10 vom 18.08.2010

Eine faszinierende Geschichte: Jahrhundertelang leben Juden unter muslimischer Herrschaft in Spanien und werden von dort von den Katholiken vertrieben. Sie flüchten ins Osmanische Reich, lassen sich in Istanbul, Izmir, Thessaloniki und Belgrad nieder. Ein Teil der Ladino sprechenden Gemeinde kam nach Amsterdam und Hamburg. Die Schau „Die Türken in Wien“ zeigt die verschlungenen Wege der Sefarden. Mit den Friedensverträgen zwischen dem habsburgischen und dem osmanischen Reich im 18. Jhdt. wurden den türkischen Juden religiöse Freiheiten gewährt. Die Wiener Sefarden fungierten als Bindeglied zwischen Ost und West, da sie als Kaufleute Wolle, Baumwolle, Seide, Tabak, Zucker und Gewürze importierten. NS

Jüdisches Museum, bis 31.10.


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