Tipp

Immer schön auf die eige-nen Mukis konzentrieren

Lexikon | aus FALTER 33/10 vom 18.08.2010

Verlangsamung“, „Wiederholung“, „Leerlauf“ – das sind die Begriffe, die für die Kunst von Josef Dabernig häufig gebraucht werden. Referenzen auf die Sphäre des Sports gab es in den höchst originären Filmarbeiten schon viele, aber nie fiel ein Tropfen Schweiß. Für seine Schau „Excursus on fitness“ greift der 1956 geborene Künstler nun selbst zu den Hanteln. In dem gleichnamigen Video sind betont vereinzelte Personen bei Turnübungen zu sehen. Die parallel laufende sadomasochistische Szene zweier Männer in „Parking“ (2003) lädt den Fitnessexkurs mit Brisanz auf, bringt Disziplinierung und Gewalt ins Spiel. Die Ausstellung lässt an Beckett denken, nur dass Estragon und Wladimir leider der Hometrainer fehlt, während sie auf Godot warten müssen. NS

Mak, bis 12.9.


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