Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Valentin Ladstätter | aus FALTER 33/10 vom 18.08.2010

Streetfestival am Ring: eine Party, die sich als Demo verkleidet

Nackte Haut, jede Menge Alkohol und lauter Techno: genügend Gründe für 10.000 Menschen, am Samstag das Streetfestival, die kleine Wiener Schwester der Duisburger Loveparade, zu besuchen. Ganz ohne Panik, was am Ring auch kein Wunder ist. Insgesamt 14 Partytrucks stehen bei der Oper bereit. Offiziell ist die Parade um den Ring als Demonstration angemeldet worden. Bianca und Lisa von Splashline, die auf dem Truck des Reiseveranstalters mitfahren, sind da anderer Meinung. „Es geht darum, Party zu machen und die Leute zu animieren. Mit einer Demo hat das nichts zu tun.“ Das Festival läuft dennoch als Demo, denn eine solche muss nur dem lockeren Versammlungsgesetz folgen und nicht dem sonst üblichen Veranstaltungsgesetz – weder müssen Toiletten aufgestellt noch Securitys angeheuert noch Fluchtwege freigehalten werden. Die Kosten für Polizei und Reinigung übernimmt der Steuerzahler, bei einem Unfall ist jeder Teilnehmer für sich selbst verantwortlich.


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