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Bücher, kurz besprochen

Politik | Julia Ortner | aus FALTER 33/10 vom 18.08.2010

Visionen für die Linke

In ihrer Eröffnungsrede hat Barbara Blaha zu ergründen versucht, was Freiheit bedeutet. „Das Frappierende: Das Ende oder die Grenzen der Freiheit sind vergleichsweise schnell ins Blickfeld gerückt. Und es ist wohl auch kein Zufall, dass das erste große Wort zur Freiheit, das uns einfällt, eine Einschränkung der Freiheit normiert. Nämlich bei Immanuel Kant, wo es heißt, dass unsere Freiheit endet, wo die des Nächsten anfängt“, sagte Blaha zu Beginn von Momentum 2009. Bei der alljährlichen Tagung in Hallstatt treffen Uniprofessoren auf kritische Rote aus der Arbeiterkammer, der Gewerkschaft oder den Sektionen. Blaha ist die Leiterin von Momentum, eine Identifikationsfigur für viele Rote, die mit ihrer Partei unzufrieden sind. „Freiheit“ war Thema des Kongresses 2009, der dazugehörige Band sammelt Diskussionsbeiträge zum Thema in all seinen Facetten: von der Debatte um den Datenschutz über die Immobilienkrise bis hin zum Druck des Marktes auf die Demokratie.

Barbara Blaha/Josef Weidenholzer (Hg.): Freiheit. Braumüller, 226 S., € 26,90


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