Technik

Organspender aufgepasst! Telefonieren am Motorrad

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 33/10 vom 18.08.2010

Prüfbericht: Thomas Vašek

Motorradfahrer haben ein Kommunikationsproblem. Das gilt schon zwischen Fahrer und Sozius – ganz zu schweigen von der Verständigung innerhalb einer Bikergruppe. Und einen Harley-Fahrer mit Handy am Ohr sieht man, nun ja, eher selten. Also braucht es Bluetooth-Freisprechsysteme, die über größere Distanzen funken können. Das Ganze am besten als Einbau-Lösung für den Helm. Diese Module lassen sich an ein Handy oder auch an ein Navigationssystem koppeln. Schaltet man auf Intercom-Modus um, kann man damit in Handyqualität funken. Eine relativ billige Lösung ist das Cellular Line Interphone ( www.pearl.de) für rund 170 Euro pro Modul, das immerhin gut 250 Meter Funkstrecke hinkriegt, allerdings nur eine Klemm- bzw. Klebevorrichtung für den Helm hat. Wer 100 Euro mehr investieren will, bekommt dafür den Reichweitensieger unter den Bluetooth-Freisprechern, das Cardo G4 (rund 240 Euro bzw. 420 Euro für das Paar). Tester der Fachzeitschrift c´t erzielten damit eine maximale Funkstrecke von 850 Metern zwischen zwei Modulen, bis 550 Meter soll die Verbindung sogar frei von Störgeräuschen sein. Eine Luxuslösung ist das RCS vom Hersteller Schuberth, ein Helm mit integriertem „Funk-Kragen“ für 300 Euro, allerdings mit einer störungsfreien Sprachübertragung von nur rund 200 Metern. Dafür bietet das RCS die eleganteste Lösung. Die Technik verschwindet dankenswerterweise komplett im Helm. Aber welcher Biker klebt sich gern eine Funkantenne an den Helm?

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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