Geld macht schnell

Medien | aus FALTER 33/10 vom 18.08.2010

Mit einem Vorschlag an die amerikanische Gesetzgebung greifen Google und Verizon unsere Bewegungsfreiheit im Internet an

Analyse: Ingrid Brodnig

Auf den ersten Blick wirkt das alles gar nicht so gefährlich. Das Dokument hat nur zwei Seiten, spricht von einem „offenen Internet“, von „Anti-Diskriminierung“ und von „Transparenz“. Verfasst wurde es von Google, der mächtigsten Marke im Web, und Verizon, einem der wichtigsten US-Telekomunternehmen.

Doch es könnte der erste Schritt zu einem Zweiklasseninternet sein. Einem Internet der großen Konzerne, die bestimmen, auf welche Daten die Kunden zugreifen dürfen und wofür Zusatzgebühren verlangt werden.

3D-Videodienste? Nur für Premiumkunden! YouTube am Handy? Das erlaubt Ihr Vertrag nicht! So könnte die Zukunft im Netz aussehen, zumindest verspricht das Dokument von Google und Verizon nichts Gutes. Denn es greift einen Grundpfeiler des Internet an: die Netzneutralität.

„Netzneutralität“ ist schon wieder so ein spröder Begriff,


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