Die Landstraße zur Hölle

Feuilleton | aus FALTER 33/10 vom 18.08.2010

Das Österreichische Filmmuseum zeigt, wie das Auto die Leinwand eroberte

Überblick: Michael Pekler

Eigentlich hätte es ein gemütlicher Angelausflug werden sollen. Doch die beiden Familienväter mit dem Herz am rechten Fleck haben Pech: Hätten sie nicht Richtung und Plan geändert und wären sie zu einer Vergnügungstour nach Mexiko abgebogen, hätten sie den Mann mit der schwarzen Lederjacke nicht als Anhalter mitgenommen.

Bisher konnte man bei seinen Verbrechen immer nur seine klobigen Schuhe auf dem Asphalt sehen; nun aber, wenn er sich von der Rückbank nach vorne beugt, fällt zum ersten Mal Licht auf sein Gesicht. Und was er zwischen den Zähnen hervorpresst, bringt die buchstäbliche Ausweglosigkeit der Männer auf den Punkt: „Keep driving“.

Ida Lupinos „Hitch-Hiker“ (1953) ist ein dunkler Juwel des US-Nachkriegskinos, in dem die Paranoia so erkennbar eingeschrieben ist wie die Furcht in den Gesichtern der vom Weg abgekommenen Ehemänner. Und es ist kein Zufall, dass mit


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