Holy Moly!

Stadtleben | aus FALTER 33/10 vom 18.08.2010

Badeschiff-Koch Christian Petz über die neue Einfachheit und intelligente Gerichte

Gerichtsbericht: Nina Kaltenbrunner

Bad mit Tiefgang. So lautet die Aufschrift auf den T-Shirts der Badeschiff-Küchenmitarbeiter, die bereits um 14 Uhr eifrig am Werkeln sind. Christian Petz wartet am Eingang. Was er für den Falter kochen wird, weiß er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Kaninchen, Kalbshaxen oder Kalbs-Fledermaus hat er vom Einkauf mitgebracht, was damit passiert, entsteht – à la minute – in seinem kreativen Kopf. Et voilà: Es wird Kaninchen, sommerlich grün, mit Löwenzahnsauce und Steinpilzen. Und wir sind die Versuchskaninchen. Das Gericht soll die neue Einfachheit in der Küche veranschaulichen, eine aktuelle Strömung, die Petz maßgeblich mitgeprägt hat.

Um eines sofort richtigzustellen: „Eigentlich ist das ja ein Luxusgericht.“ Also was jetzt? Ein Luxusgericht, aus Zutaten, die früher Arme-Leute-Essen waren? Ein Kaninchengehege hatten am Land fast alle hinter dem Haus, Löwenzahn


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