„Sie hätten etwas tun müssen“

Steiermark | aus FALTER 33/10 vom 18.08.2010

Seit Monaten untersucht das Gericht die Malversationen in der ehemaligen Landesbank Hypo. Vergangene Woche platzte die Bombe: Die ehemaligen Vorstände wurden schwer belastet

Bericht: Gerlinde Pölsler

Straflandesgericht Graz, Mittwoch vergangener Woche. Es ist der bisher spannendste Tag im Prozess um die frühere steirische Landesbank, die Hypo, im größten Prozess, der hier in diesem Jahr verhandelt wird. Wirtschaftsprüfer Fritz Kleiner präsentiert sein lange erwartetes Gutachten, da ist normalerweise der Saal voll. Heute aber ist ab dem frühen Nachmittag außer dem Falter kein einziges Medium mehr da. Obwohl ansonsten über den Fall viel berichtet wird. Dabei wird es erst am Nachmittag so richtig brisant. „Wenn’s spannend wird, sind die Medien nicht da“, wundert sich Richter Helmut Wlasak.

Fritz Kleiner hatte eigentlich nur den Auftrag, die Rolle der beiden Angeklagten zu durchleuchten, zweier ehemaliger Manager. Sie sollen, ähnlich wie bei der Hypo Alpe Adria, schwindlige Leasinggeschäfte

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