Buch der Stunde

Die Simpsons könnten auch in Iowa leben

Lexikon | Tabea Soergel | aus FALTER 34/10 vom 25.08.2010

Zur Beschreibung eines Romans haarsträubende Vergleiche heranzuziehen ist so beliebt wie enervierend. Gut, aber was hilft es, wenn es nun einmal so ist: „Das Ende des Vandalismus“ liest sich, als hätte Raymond Carver eine im Mittleren Westen der USA angesiedelte Jubiläumsfolge der „Simpsons“ geschrieben. Der Bezirk Grouse County in Iowa versammelt eine Handvoll schwindender Kleinstädte mit klangvollen Namen zwischen endlosen Getreidefeldern. Tom Drury stammt selbst aus Iowa und kennt die Menschen dort nicht nur gut, er liebt sie und deren Kinder auch spürbar, die davon träumen, vielleicht einmal das Meer zu sehen oder wenigstens den Bundesstaat zu verlassen.

Die Leere der Landschaft ist der ideale Nährboden für eine Vielzahl von Geschichten, die vor ungewöhnlichen Details und wundersamen Nebenfiguren, vor Leben praktisch überquellen.

Den Anhang des Buchs bildet ein Personenregister mit knapp 70 Namen. Und mit jedem dieser Namen verbindet sich ein eigenes Schicksal. Louise,


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