Kolumne

Tea Parties gegen den Islam: Barack Obamas neue Front

Außenpolitik

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 34/10 vom 25.08.2010

Daham statt Islam“ lässt sich in vielen politischen Sprachen deklinieren. Rund um ein geplantes islamisches Kulturzentrum samt Moschee in New York ziehen die Republikaner in den USA ihre bisher lauteste antiislamische Kampagne hoch.

Das zukünftige Cordoba House mit Fitnessstudio, Kino und Theatersaal soll zwei Häuserblocks von Ground Zero entfernt errichtet werden. Auf heiligem amerikanischem Boden, wo Al-Kaida 2700 Menschen ermordet hat, sei ein neuer islamischer Gebetsraum offene Provokation, so tönt es aus den rechten Talkshows. Auch wenn die Initiatoren hoch und heilig schwören, dass sie gesetzestreue amerikanische Bürger sind. Der federführende Imam Feisal Abdul Rauf befindet sich im Auftrag des State Department auf Informationsreise im arabischen Golf.

Newt Gingrich, ehemaliger Gegenspieler Bill Clintons als Speaker im Repräsentantenhaus, vergleicht das Bauprojekt mit einer Hakenkreuzfahne neben dem Holocaust-Museum. Wenige Wochen vor den heißumkämpften Kongresswahlen setzt


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