Es wackelt

Politik | aus FALTER 34/10 vom 25.08.2010

Alle reden von den Parteispaltungen in Mariahilf und Josefstadt – dabei liegen die Nöte der Wiener Grünen ganz woanders

Analyse: Nina Horaczek

Diese Stimme haben sich die Wiener Grünen hart erkämpft. „Ich wähle in Wien grün“, sagte der Mann mit den schneeweißen Haaren letzten Mittwoch in der ORF-Sendung „Wien heute“. Das wäre nichts Außergewöhnliches, wäre Heribert Rahdjian nicht einer der Gründe dafür, dass die Grünen seit Monaten im medialen Kreuzfeuer stehen.

Vergangenen Juni wurde der 75-Jährige, der seit der Gemeinderatswahl 2005 für die Grünen in Wien-Josefstadt den Bezirksvorsteher stellte, abgewählt. Die grünen Basisfunktionäre fanden, der Kulturmanager Alexander Spritzendorfer sei der bessere Spitzenkandidat für die Gemeinderatswahlen 2010 und gaben ihm 60 Prozent der Stimmen. Rahdjian tobte, schimpfte auf seine Partei und kandidiert nun im Bezirk als „Echt grün“ mit einer eigenen Liste. Auf Gemeinderatsebene werde er aber trotzdem den Grünen seine


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