„Ö1 wird kein Operettensender“

Medien | aus FALTER 34/10 vom 25.08.2010

Die neue Ö1-Chefin Bettina Roither über politische Kämpfe, den Reiz des Hörfunks und ihren Kulturbegriff

Gespräch: Julia Ortner

In ihrem Büro lehnt das rote Bild noch an der Wand, zum Aufhängen war keine Zeit. Im Hintergrund läuft Ö1, standesgemäß. Vor drei Wochen ist Bettina Roither eingezogen. Die bisherige Radio-Chefredakteurin übernimmt als neue Ö1-Chefin den Prestigesender des ORF. Roither hat eine turbulente Zeit hinter sich. Ihr Vorgänger Alfred Treiber sprach sich öffentlich für einen anderen Kandidaten aus, ihre Besetzung wurde als ein Beispiel für politische Einflussnahme im ORF diskutiert.

Falter: Frau Roither, im ORF dreht sich wieder alles um Politik. Wer welche Leitungsfunktion bekommt, hängt auch von den Parteien ab. Ist das nicht eine große Hypothek?

Bettina Roither: Ich empfinde diese Diskussion als unangenehm – man patzt die Journalisten einmal ordentlich an, und ein bisserl was wird schon hängenbleiben. Bei keiner der Personalentscheidungen in letzter


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