Technik

iPhone: „Dog Fight“ im Wohnzimmer

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 34/10 vom 25.08.2010

Prüfbericht: Thomas Vašek

Was ist eigentlich ein „Männerspielzeug“? Ich denke dabei an ferngesteuerte Modellflugzeuge. Ein schönes Freilufthobby für Väter und Söhne. Man kann über Flugphysik fachsimpeln, waghalsige Manöver trainieren, Luftkämpfe austragen – und dem Kleinen eine knallen, wenn er mal eine Bruchlandung produziert. Einschlägige Technologie steht nun endlich auch für das iPhone (bzw. iPod und iPad) zur Verfügung. Zeitgemäß handelt es sich dabei nicht um eine Cessna, sondern um eine Hightechflugdrohne, geeignet für Aufklärungseinsätze und Luftkämpfe.

Der Quadcopter von Parrot (300 Euro) bekommt seine Steuerungsbefehle über ein eigenes WLAN-Funknetz, das iPhone wird zur Augmented-Reality-Fernbedienung. Um das 400 Gramm schwere Fluggerät zu steuern, muss man das iPhone nur entsprechend bewegen. Der Flieger hält sich bis zu zwölf Minuten mit einer Maximalgeschwindigkeit von 18 km/h in der Luft. Mit zwei Drohnen kann man sogar einen „Dog Fight“ im Wohnzimmer austragen, die Bordkameras zeigen die Livebilder auf dem Display. Auch ein naheliegendes Problem von iPhone-Piloten hat man elegant gelöst: Wenn ein Anruf eingeht, schaltet die Software auf Autopilot – und führt nach kurzer Schwebephase eine Notlandung durch. Es gibt ja viele abgefahrene iPhone-Applikationen – aber die hier schießt, ähem, jeden Vogel ab.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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