Prof. Freud und Dr. Jung im Café Sperl

Feuilleton | aus FALTER 34/10 vom 25.08.2010

David Cronenberg drehte für seinen neuen Film, „A Dangerous Method“, auch in Wien. Ein Tag am Set

Reportage: Michael Omasta

Es ist kurz vor sieben Uhr morgens und das Café Sperl bereits gut besucht. Draußen auf der Gumpendorfer Straße, weithin sichtbar, wird das Kaffehaus durch eine Batterie von Scheinwerfern ausgeleuchtet wie am helllichten Tag. Über der Szene in seinem Inneren liegt ein Vorhang gleißend samtigen Lichts.

Kaffee trinkt hier allerdings niemand. Dazu sind die Anwesenden schon in aller Früh zu beschäftigt: Produktionsassistentinnen, Requisiteure, Elektriker, Regieassistenten, Toningenieur und natürlich die gesamte Kameracrew vom Beleuchter bis zum Director of Photography.

Es ist sozusagen die Vorhut, die ersten 30 von insgesamt rund hundert Leuten. Die schmale Girardigasse, rechts ums Eck, ist beidseitig mit Filmtrucks zugeparkt, fast bis zum Naschmarkt hinunter.

Auf drei Tage ist David Cronenberg, kanadischer Regisseur von Weltrang, mit seinem Team nach Wien gekommen,


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