Fußball

Das Transferdrama: Wie böse ist Nikica Jelavic?

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 34/10 vom 25.08.2010

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Der junge kroatische Rapidstürmer Nikica Jelavic wechselte zu den Glasgow Rangers. Obwohl der Transfer seit Monaten im Raum stand und Rapid rund vier Millionen Euro Ablöse bekommt, ist der Verein stinksauer. Grund: Nachdem der Deal schon geplatzt schien, gab Jelavic am Tag des Europa-League-Spiels gegen Aston Villa bekannt, er habe sich nun doch mit Glasgow geeinigt und werde nicht mehr für Rapid spielen. Nicht die feine Art, sicher, aber die tödlich beleidigte Reaktion von Rapid-Präsident Rudi Edlinger wirkt trotzdem überzogen. Dass Rapid über Nacht einen Jelavic-Ersatz gefunden hätte, wäre der Transfer ein paar Tage früher fixiert worden, ist ebenso schwer zu glauben wie die Behauptung, man brauche die Millionen gar nicht so dringend. Vermutlich ist also auch die Empörung nur Teil eines seltsamen Spektakels namens Transferzirkus.


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