Mehr davon:Essen vorm Reisen

Stadtleben | aus FALTER 34/10 vom 25.08.2010

Wer nicht täglich fliegen muss, der kann es sich leisten, in Klischees wie Tomatenjuice mit Selleriesalz zu schwelgen oder Freude an dem schrägen Aufwärmessen zu empfinden. Trotz Geschmacksverstärker und erhöhter Antrenzgefahr. Detto bei Zug-reisen: Szegediner Krautfleisch im ungarischen oder Frankfurter mit (immer zu warmem) Bier und laschem Semmerl im österreichischen Speisewagen müssen einfach sein, Espresso am Bahnhof von Venedig sowieso. Folgende Orte ließen sich in so ein Reiseritual wunderbar einbauen:

Café Westend Das Abreisecafé schlechthin, was jetzt natürlich in näherer Zukunft ein bisschen problematisch wird, weil man vom Westbahnhof nicht mehr allzu weit wird reisen können. Aber auch Fahrten nach Rekawinkel oder Unter-Oberndorf verdienen einen würdigen Start.

7., Mariahilfer Straße 128, Tel. 523 31 83, tägl. 7–24 Uhr

Gasthaus Hansy Manchmal reist man ja auch nach Retz oder Frättingsdorf oder gar nach Znaim. Und bevor man sich da am eh superen, neuen Nordbahnhof am Praterstern irgendein Plastiksushi reinstellt, bitte lieber ins Pratersterngasthaus gehen. Die kochen hier wirklich gut.

2., Praterstraße 67, Tel. 214 53 63, tägl. 9–23 Uhr, www.hansy-braeu.at

Tsing Tao Näher zum Westbahnhof geht derzeit nicht. Und wer erst einmal eine Portion Hühnerfüße („Lotuskrallen“) und ein paar Schweinefleisch-Bärlauch-Tascherln gegessen hat, nimmt jegliche Reisestrapaze ziemlich gelassen.

15., Gerstnerstraße 5, Tel. 892 32 27, tägl. 11.3014.30, 17.30–23 Uhr,

Goldmarie Das beste Essen und die beste Atmosphäre in der Umgebung des derzeitigen, provisorischen Südbahnhofs. Das wunderschöne Gasthaus mit dem netten Garten ist nur einen Hupfer entfernt. Obacht: Hier findet Entschleunigung statt, und wer sitzen bleibt, versäumt den Zug.

12., Hoffmeistergasse 7, Tel. 817 01 58, Mo–Fr 11.30–15, 18–24, So 12–23 Uhr,


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