„Ich bin ja kein Fundamentalist“

Steiermark | aus FALTER 34/10 vom 25.08.2010

Der grüne Spitzenkandidat Werner Kogler über Fleischessen, Fliegen und warum er noch bei der Kirche ist

Interview: Gerlinde Pölsler

Da die Volksschultür, dort, kaum eine Spuckweite entfernt, das Kirchentor – das war das Bild, das sich dem Taferlklassler Werner Kogler Ende der Sechziger bot. In St. Johann in der Haide (Bezirk Hartberg) galt, was Kirche und ÖVP sagten. Der heutige Spitzenkandidat für die Grünen war wohl einer der aufmüpfigeren Söhne dieser Gegend. Aus dem Gymnasium in Gleisdorf flog er nach Eigenangaben fast raus: Weil er mitsamt der ganzen Klasse in die Schule nach Hartberg wechseln wollte. „Da sind sie mir mit depperten Noten gekommen, darauf habe ich depperte Sprüche an die Tafel gepinselt.“ Einmal sei er durchs Kellerfenster in die Schule eingestiegen, habe Kloschüsseln abmontiert und statt der Lehrersessel aufgestellt. Dennoch maturierte Kogler in dieser Schule – mit Auszeichnung. Ab Ende der Achtziger mobilisierte er gegen eine geplante große Mülldeponie.


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