Grüne: Vorerst sind die Verhältnisse geordnet. Aber in fünf Wochen?

Steiermark | aus FALTER 34/10 vom 25.08.2010

„Na Moment“, pflegt Werner Kogler zu sagen, wenn er mal wieder angegangen wird von wegen, warum die steirischen Grünen nicht selber einen Spitzenkandidaten zusammenbringen. Er sagt dann gern, dass es etwa mit Sabine Jungwirth sehr wohl ein neues Gesicht gebe – die Bauplanerin sitzt so gut wie sicher im nächsten Landtag. Unter ihrer Führung legten die Grünen heuer bei den Wirtschaftskammerwahlen von 3,1 auf 5,2 Prozent zu. Geplant war aber doch alles ganz anders: Schon nach den letzten verpatzten Landeswahlen – die Grünen fielen unter fünf Prozent – wurde Kogler eher unfreiwillig Landessprecher. Gleich erklärte er, er sei „kein Sanierungsmanager“ und habe ein Ablaufdatum. Doch sein Versuch, einen Nachfolger zu installieren, ging schief: Vielen Grünen war nicht klar, warum ausgerechnet der Kabarettist Jörg-Martin Willnauer an der Spitze stehen sollte. Er hatte sich zuvor schon für SPÖ als auch LIF engagiert, die Zahl seiner politischen Ansagen hielt sich in Grenzen.


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