Seinesgleichen geschieht

Ein bisserl ist immer das Herz dabei. Danke dafür, Josef Pröll!

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 35/10 vom 01.09.2010

Kürzlich hörte ich einen wunderbaren Satz. Der Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll sagte ihn im Parlament. Es ging um das Budget, das die Regierung partout nicht vor den anstehenden Wahlen in Wien und in der Steiermark diskutieren lassen will. Das heißt, sie will es nicht öffentlich diskutieren lassen, denn intern diskutiert sie es natürlich heftig. Er halte nichts davon, sagte Josef Pröll, die Bevölkerung mit Ideen zu verwirren.

Er halte von etwas nichts, ist überhaupt einer seiner Lieblingshalbsätze. Ich hingegen mag seine Idee, die Bevölkerung vor Einzelideen zu schützen. „Täglich neue Einzelideen verunsichern die Menschen“, erklärte Pröll im Parlament. Daher könne er die Fragen der Opposition im Detail auch nicht beantworten. Diese hatte am 25. August eine Sondersitzung einberufen, weil die Regierung die Verfassung bricht, indem sie die Budgetdebatte auf Dezember verschiebt, obwohl die Verfassung dafür spätestens den 22. Oktober vorsieht.

Verfassung? Auch


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige