„Nachfolgende Neutralisierung“

Politik | aus FALTER 35/10 vom 01.09.2010

Plant Kasachstans Botschaft in Wien die Ermordung eines Staatsfeindes? Das Innenministerium klärt die Echtheit von Depeschen, in denen davon die Rede ist

Bericht: Florian Klenk

Am 18. August erhielt die Staatsanwaltschaft Wien Besuch von Beamten des Bundesamts für Verfassungsschutz (BVT). Sie legten den Anklägern Dokumente auf den Tisch. Es handelt sich um Depeschen und Fotos von Scharfschützengewehren der Marke DSR, Kaliber 338. In den Depeschen ist von der „Neutralisierung“ eines ganz besonderen „Kriminellen“ die Rede.

Die Depeschen tragen den Vermerk „Absolut Geheim“. Als Absender scheint ein Mitarbeiter der kasachischen Botschaft in Wien, aber auch Kayrat Abdrachmanov, Botschafter Kasachstans, auf. Adressat der Briefe ist das „Komitee für Nationale Sicherheit“.

„Als wir die Dokumente gelesen haben“, so erklärt ein Kenner des Falles, „ist uns die Ganselhaut aufgestiegen.“ Die Dokumente seien auf jeden Fall „sehr ernst zu nehmen“, warnt das Innenministerium.


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