Mediaforschung

Warum sitzt ein Schwein beim Diaabend, Herr Merlicek?

Nachfragekolumne

Medien | aus FALTER 35/10 vom 01.09.2010

E in lauschiger Abend beim Ja!-Natürlich-Bauern mit Schwein, Pferd, Enten und Kuh. Auf dem Programm stehen Fotos, auf denen der Bauer mit seinem „Schweinderl“ die Nationalparks Österreichs abklappert. Vom Nationalparkgebiet Neusiedler See über die Kalkalpen bis zum Gesäuse.

„Im neuen Ja!-Natürlich-Werbespot geht es nicht darum, ein bestimmtes Produkt zu bewerben, sondern zu zeigen, dass die Produkte aus Österreich kommen, und, um noch eins draufzulegen, einige sind sogar aus den Nationalparks“, erklärt Franz Merlicek von der Werbeagentur Demner, Merlicek und Bergmann.

Die Protagonisten Bauer und Schwein sehen sich Fotos von den Nationalparks an, „weil es ja nicht so einfach ist, drei bis vier Nationalparks in einem Film zu zeigen. Daher hatten wir die Idee mit dem Diavortrag,“ wie Merlicek ausführt. Die Bilder sind, bis auf eines, in den Parks selbst entstanden. Nur das Bild mit der Forelle im Nationalpark Gesäuse ist eine Fotomontage.

Die größte Schwierigkeit bei den Dreharbeiten sind Starallüren. Die haben aber nicht Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky, der bereits seit dem ersten Werbespot die Regie übernimmt, sondern die kleinen rosa Stars auf vier Beinen. Die Schweinchen darauf zu trainieren, dass sie stillsitzen, an bestimmte Orte laufen oder überhaupt das Maul bewegen, um den Eindruck des Sprechens zu vermitteln, ist harte Arbeit und nimmt mehrere Wochen in Anspruch.

Auch Natur und Zeit machen den Werbern laut Merlicek so manchen Strich durch die Rechnung. „Ferkel wachsen sehr schnell. Da kann es sein, dass man mal zwei Wochen wegen einer Schlechtwetterphase den Spot nicht drehen kann, und schon sind die Schweinchen zu groß. Dann beginnt alles wieder von vorne.“ Valentin Ladstätter


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