„Ich habe Ziele. Und Geduld“

Feuilleton | aus FALTER 35/10 vom 01.09.2010

Der neue Staatsoperndirektor Dominique Meyer über seine Arbeit zwischen Kunst und Ökonomie und seine Vergangenheit in der Politik

Interview: Carsten Fastner

Den Chef-Schreibtisch hat Dominique Meyer gegen einen runden Besprechungstisch ausgetauscht, neben drei altertümlichen Festnetzapparaten liegt sein iPhone, und das, wie er sagt, wichtigste Utensil ist auch schon in Betrieb: die Espressomaschine.

Der neue Staatsoperndirektor ist gerade dabei, sein neues Büro mit prächtigem Blick über die Ringstraße auf den Karlsplatz zu beziehen, als er den Falter zum Gespräch empfängt. Von Hektik keine Spur.

Falter: Sie haben sich drei Jahre lang auf die Staatsoper vorbereitet, sind Sie jetzt überhaupt noch nervös?

Dominique Meyer: Nein, ich bin kein nervöser Mensch. Diese Zeit zwischen Paris und Wien war manchmal sehr anstrengend, ich musste viel fliegen, und insofern bin ich jetzt eher erleichtert.

War die Zeit ausreichend?

Meyer: Für die Vorbereitung in Wien waren die drei Jahre sehr kurz,


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