Stets missmutig, manchmal auch selbstironisch und immer sehr gut organisiert: Interpol

Feuilleton | aus FALTER 35/10 vom 01.09.2010

Plattenkritik: Sebastian Fasthuber

Hinter jeder erfolgreichen Groß-Indieband steht heute ein gut aufgestelltes Unternehmen, da unterscheiden sich Interpol nicht von Arcade Fire.

Beide Bands haben für ihre neuen Alben eigene Labels gegründet und lizenzieren die Platten an Major-Indies, die wiederum vertriebstechnisch mit Major-Labels verbunden sind. Man pickt sich so die Rosinen raus, behält die Kontrolle über seine Arbeit und verhältnismäßig viel von den Einnahmen.

Wo Arcade Fire jedoch im Umgang mit Medien auf Schweigen setzen, um sich als Marke interessanter zu machen, wählen die New Yorker Düster-Pathetiker Interpol den gegenteiligen Weg. Der Gitarrist Daniel Kessler rattert im Interview bereitwillig die Entstehungsgeschichte von „Interpol“, dem vierten Album seiner Band, runter. Dabei entsteht der Eindruck einer schnurrenden Maschine: „Wir waren bis August 2008 auf Tour. Danach machten wir ein paar Monate Pause, während der ich aber schon Songs geschrieben habe. Von Jänner


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