Ein Label wie eine WG

Feuilleton | aus FALTER 35/10 vom 01.09.2010

Andi DvoYáks sympathische kleine Plattenfirma Fettkakao feiert ihren fünften Geburtstag

Labelporträt: Sebastian Fasthuber

Moderne Menschen können nicht mehr zwischen Beruf und Freizeit trennen. Der Laptop muss mindestens mit in die Küche, das iPhone mit aufs Klo. Arbeiten, wo und wann man will – so befreiend ist das in Wahrheit dann meistens doch nicht.

Andi DvorÇák kriegt es besser hin. Der 30-jährige Wiener, Betreiber des Labels Fettkakao Records, bewohnt seine rund 50 Quadratmeter im neunten Bezirk zusammen mit ein paar tausend Schallplatten sowie einer erklecklichen Anzahl an Kassetten und Fanzines, die ihm als Lebensinhalt wie als Arbeitsmaterial dienen.

Entspannt sitzt er inmitten seiner liebevoll zusammengetragenen Sammlung von Punk-, Hardcore- und artverwandten Platten. Im Unterschied zu anderen obsessiven Sammlern wirken die überall verstreuten Tonträger bei ihm wie nette Mitbewohner, nicht wie ein bloßes Archiv.

Um die Agenden seines Labels wiederum kümmert sich der Mann

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