In Schönheit sterben

Feuilleton | aus FALTER 35/10 vom 01.09.2010

Optisch gibt sich das englische Hype-Duo Hurts perfekt aufgeräumt, musikalisch regiert der melancholische Bombast

Musikkritik: Sebastian Fasthuber

Hurts sind der Sonderfall. Sie zeigen, dass Popmusik auch 2010 noch Träume und Märchen wahr werden lassen kann. Bis vor kurzem lebten Theo Hutchcraft und Adam Anderson, die mit ihren vorigen Bands Bureau und Daggers kein Glück hatten, vom Arbeitslosengeld.

In den letzten Monaten wiederholten die Briten mit ihrem neuen Duo Hurts, was ihre Landsleute von ABC vor knapp 30 Jahren vormachten. Obwohl völlig pleite, schmissen die sich damals in feinsten Zwirn und leisteten sich eine Bombastproduktion von Trevor Horn. Der Song „The Look of Love“ und das heute klassische Album „The Lexicon of Love“ machten sie binnen kürzester Zeit zu Stars.

Ganz ähnlich Hurts: Perfekt gestylte Popsongs, vorwiegend im Stil der mittleren 80er gehalten, treffen auf ausgesuchte Fotos zweier perfekt gestylter junger Männer. Das ergänzt sich – perfekt. So aufgeräumt


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