Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 35/10 vom 01.09.2010

... dass die neue Schiffsstation am Donaukanal von den Wiener Linien verschwiegen wird. Zumindest informiert die Ansage in der U1/U4 die Fahrgäste nicht darüber, dass sie am Schwedenplatz aufs Schiff umsteigen können. Schön nur, dass man in der Straßenbahn erfährt, wo irgendwelche Privatkliniken sind. Kostet das eigentlich extra?

… dass ein Taxifahrer zur Selbsthilfe schritt. Vor einem Lokal in der Leopoldstädter Ausstellungsstraße wurde der 66-Jährige vergangenen Sonntag überfallen. Der wehrhafte Taxler zog jedoch einen Revolver und schoss einem der beiden Angreifer in den Bauch. Diese ergriffen daraufhin die Flucht und fuhren ins Spital zur Notoperation – mit dem Taxi.

… dass der Naschmarkt saniert wird. Vergangenen Sonntag erfolgte der Spatenstich. Der Traditionsmarkt mit hohem Gastroanteil soll nachher ökologisch nachhaltiger und barrierefrei sein. Die Stände sind erst ab 2011 von der Sanierung betroffen. Mariahilfs SPÖ-Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann wünscht sich außerdem eine Sperre der marktquerenden Schleifmühlgasse für Autos, sodass der vordere und hintere Teil des Naschmarkts zusammenwachsen können.

... dass die Bestattung Wien ein neues Hauptquartier bekommt. Von der Wieden wandert das stadteigene In-stitut auf den Zentralfriedhof, wo beim Tor 2 in eineinhalb Jahren ein Neubau entsteht. 30 Millionen Euro sind veranschlagt; auch die Friedhofsverwaltung soll ins neue Haus übersiedeln. Die Bestattung Wien kontrolliert übrigens 97 Prozent des Wiener Begräbnismarktes; in vergangener Zeit waren die beiden relevanten privaten Konkurrenten, Pax und Perikles, geschluckt worden.


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