Der Jesus von Monza

Stadtleben | aus FALTER 35/10 vom 01.09.2010

Vor 40 Jahren verunglückte Jochen Rindt tödlich. Er war der beste Autofahrer und der erste Popstar Österreichs

Hommage: Wolfgang Kralicek

Früher war es lebensgefährlich, Formel-1-Rennfahrer zu sein. Zu Jochen Rindts Zeiten gehörte Sterben zum Berufsrisiko. Im Juni 1970 etwa verbrannte der Engländer Piers Courage beim Grand Prix von Holland in seinem Boliden. „Who’s burning?“, erkundigte sich Rindts Frau Nina besorgt, als sie über der Strecke eine Rauchsäule aufsteigen sah.

Allein in den sechs Jahren zwischen 1965 und 1970, in denen Jochen Rindt Formel-1-Rennen fuhr, kamen 16 seiner Kollegen bei der Arbeit (Unfälle bei Testfahrten und in anderen Rennklassen mitgerechnet) ums Leben. „Immer wenn wir Fahrerfrauen ein nettes schwarzes Kleid sahen, haben wir es gekauft“, erinnerte sich Nina Rindt in einem Interview an die wilden 60er. „Wir wussten, dass wir es für die nächste Beerdigung brauchen würden.“

Jochen Rindts Unfalltod, beim Training für den Großen Preis von


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