Fußball

Der interessante Sonderling Alfred Tatar ist wieder da

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 35/10 vom 01.09.2010

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Der neue Vienna-Trainer Alfred Tatar ist eine spannende Figur des Wiener Fußballs. Als Spieler (u.a. Sportklub, Vienna) galt er wegen der langen Haare, der schwarz lackierten Fingernägel und eines Biologiestudiums als Sonderling; einmal stellte er sich mit einer Mundharmonika auf den Stephansplatz und spielte das „Lied vom Tod“. Als Trainer (Ried, Admira) und TV-Analytiker (Premiere) hat sich Tatar einen seriöseren Ruf erarbeitet, zuletzt war er als Assistent von Rashid Rachimow in Russland engagiert. Mit dem 47-jährigen Tatar ist ein Mann zurück, der zum Fußball einen intellektuellen Zugang hat, ohne die „Sprache der Spieler“ verlernt zu haben. Dass er ein unkonventioneller Denker ist, hat er voriges Jahr in einem Interview mit der Fußballzeitschrift Null Acht bewiesen, als er die Holländer als „Loser“ bezeichnete, deren guter Ruf in keinem Verhältnis zu den Erfolgen stehe. So ähnlich wurde bei der Vienna jetzt auch Tatars Vorgänger Frenkie Schinkels beurteilt.


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