Wien, wo es isst

Sommergrätzel XI: Neu Brasilien und Mexiko

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 35/10 vom 01.09.2010

Lokalaugenschein: Nina Kaltenbrunner

Brasilien an der Alten Donau? Jawohl! Gänsehäufel-„Erfinder“ Florian Berndl, einer der ersten Alternativen und Nacktbader Wiens, hat nach Beendigung seines Pachtvertrags auf der Badeinsel 1905, die konservativen Bürgern klarerweise ein Dorn im Auge war, auf der gegenüberliegenden Seite die Kolonie „Neu Brasilien“ gegründet, die erste Kleingartensiedlung der Stadt. Sehr exotisch geht es dort allerdings nicht (mehr) zu. Kleingartensiedlung klingt beschaulich, und so ist es auch. Zudem sehr gepflegt, sehr grün und sehr wienerisch – schön. Kulinarisch gibt man sich in dem transdanubischen Kleinod ebenfalls sehr bodenständig.

Seegang auf der Terrasse

Im Gasthaus Neu Brasilien zum Beispiel, dem reizenden ehemaligen Schutzhaus der Siedlung, mit kleinem schattigen Garten, der um eine schwimmende Terrasse erweitert wurde. Da sitzt man dann hübsch zwischen blühenden Seerosen und Oleander, blickt auf den Gänsehäufel-Dschungel am anderen Ufer

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