Sei nett im Salett

Stadtleben | aus FALTER 35/10 vom 01.09.2010

Eine frühere Tranklerhütte an der Hauptallee wurde zum gestylten Lounge-Salettl

Lokalkritik: Florian Holzer

Die Hauptallee ist ein bizarrer Ort: viereinhalb Kilometer lang, eine direkte Verbindung von einem hochfrequentierten Verkehrsknotenpunkt (Praterstern) in das laue Nichts des Auwaldes, geschaffen zu keinem anderen Zweck, als lustzuwandeln oder irgendwelche Wettkämpfe auszutragen. Cafés und Gaststätten hatten entlang der Hauptallee sowohl Tradition als auch Geschichte, mit der zunehmenden Frequentierung der langen Geraden durch gastrophobe Jogger hat die Allee einen etwaigen Status als Genussmeile aber natürlich völlig eingebüßt.

Ob es das Ziel des Prater-Unternehmers Michael Kny war, diese Tendenz umzukehren, ist schwer zu sagen. Jedenfalls renovierte er diesen Frühling eine frühere Tschecheranten-Hütte namens „Zum letzten Schilling“ beim Prater-Minigolfplatz ganz am Anfang der Allee nach derzeitigem Ästhetikstandard, nannte sie „Salettl Vivus“ und holte sich Peter


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