Vernissage

Tote Winkel der Stadtwahrnehmung

Lexikon | aus FALTER 35/10 vom 01.09.2010

Die Reste der industriellen Massenkultur bilden den Ausgangspunkt für die Installationen der Künstlerin Phyllida Barlow. Ab dieser Woche wird Kunst der Professorin an der Londoner Slade School bei Bawag Contemporary gezeigt. Der Ausstellungstitel „Street“ weist in den öffentlichen Raum, wo die Künstlerin ihre Anknüpfungspunkte findet. Dabei interessiert sie sich für die „unsichtbare Stadt“, ihre unschönen Seiten wie Müll und Altes. In einer Art Recyclingprozess entstehen Formen, die entfernt an öffentliche Monumente erinnern, in ihrer Zusammensetzung aus trashigen Materialien diese aber zu verspotten scheinen. In Wien geht Barlow speziell auf die Architektur des Kunstraums ein, der mit großen Fenster bereits auf das Außen verweist. NS

Bawag Contemporary, Mi 19.00; bis 27.10.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige