Kristin Scott Thomas und Sergi Lopez in „Die Affäre“

Lexikon | aus FALTER 36/10 vom 08.09.2010

Eine in Wohlstand erkaltete Ehe ist Ausgangspunkt dieses Melodrams. Suzanne, eine Frau um die 40, verheiratet mit Samuel und Mutter zweier fast erwachsener Kinder, beginnt eine heftige Liaison mit Ivan, einem spanischen Gelegenheitsarbeiter. „Die Affäre“ heißt im Original eigentlich „Partir“, und die einzig überraschende Figur des Films ist der Ehemann (Yvan Attal), weil selten je in solcher Arschlöchrigkeit gezeigt: Der in der Kleinstadt hochangesehene Arzt lässt seine Beziehungen spielen, um seiner Frau und deren Liebhaber jegliche neue Existenzgrundlage zu entziehen: Er ruiniert sie, ruiniert mithin auch ihre Liebe. Regie bei diesem formelhaften Kinostück führte Catherine Corsini, die vor zehn Jahren mit „La nouvelle Ève“ ihren bisher einzigen Hit landete. MO

Ab Fr in den Kinos (OmU im Votiv)


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