Keine Panik im Pausenraum

Politik | aus FALTER 36/10 vom 08.09.2010

Warum Wiener Eltern sich nicht vor den sogenannten „Ausländerschulen“ fürchten müssen

Bericht: Nina Horaczek

Shohib hat sein T-Shirt mit dem Rennauto angezogen, die neue Schultasche auf den Rücken geschnallt, die Schultüte in der Hand. Der kleine Bub aus Afghanistan ist einer von 16.000 Wiener Taferlklasslern.

Er ist einer, vor dem Politiker warnen und Eltern sich fürchten: ein Schulkind, das nicht perfekt Deutsch spricht. 50,6 Prozent aller Wiener Volksschulkinder haben eine „nicht-deutsche Umgangssprache“. In Margareten lag der Anteil im Schuljahr 2008/09 bei 84,2 Prozent, in Rudolfsheim-Fünfhaus bei 78,7 Prozent und in Ottakring waren es 78,3 Prozent. Bleiben da die österreichischen Kinder übrig? Wie geht es dem eigenen Kind in einer Klasse, in der fast alle Mitschüler eine andere Muttersprache haben? Wo doch jede neue Studie zeige, dass Kinder mit Migrationshintergrund schlechtere Schüler sind.

Auch in den Nachbarländern ist der hohe Anteil von Migranten in den Schulen


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