Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | aus FALTER 36/10 vom 08.09.2010

Auf der Jesuitenwiese: Die KPÖ feiert mit Kärntner Kasnocken

Julia Prummer

Ist das die platzende Seifenblase der KPÖ?“ fragt Didi Zach, kommunistischer Spitzenkandidat bei den Wiener Wahlen, als er für das Foto posiert. Menschen sitzen in der Wiese, lauschen der Musik, essen Borschtsch und Kärntner Kasnocken, sie genießen den sonnigen Tag. Es ist das 64. Volksstimmefest – oder das 63.? Zach ist sich nicht sicher, ob sich die Genossen da verrechnet haben. Dafür ist er überzeugt, dass das Donauinselfest der SPÖ seinen Erfolg dem Volksstimmefest verdankt. Immerhin war das Fest seiner Partei zuerst da. Grund zu feiern gibt es auf der Jesuitenwiese durchaus: Die KPÖ hat ausreichend Unterstützungserklärungen gesammelt, um in ganz Wien zu kandidieren. Wahlziel will Zach keines nennen: „Je mehr Stimmen, desto besser.“ Bei den Wahlen 2005 erreichte die KPÖ 1,47 Prozent. Sollte es am 10. Oktober eine ähnliche Wahlschlappe geben, will Zach der Politik dennoch treu bleiben – und nächstes Jahr wieder auf der Jesuitenwiese feiern.


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