Als es noch eine Zukunft gab

Feuilleton | aus FALTER 36/10 vom 08.09.2010

Auf ihrem Comebackalbum gelingt den Synthiepop-Romantikern OMD der Spagat zwischen Modernität und Patina

Plattenkritik: Sebastian Fasthuber

Im Nachhinein wirkt die Zeit ohne OMD wie ein langer Urlaub. Damals wirkte es wie das Ende.“ Die letzten 15 Jahre waren für Andy McCluskey nicht so lustig. „Mitte der 90er-Jahre wurde es ganz schlimm“, erinnert er sich. „Die Leute wollten nur mehr Oasis hören.“

Heute gibt sich der Sänger von Orchestral Manoeuvres In The Dark, kurz OMD, der in den bandfreien Jahren allein als Autor des Atomic-Kitten-Welthits „Whole Again“ reüssierte, im Falter-Interview zum Comebackalbum „History of Modern“ gut gelaunt. Er hat sich ohne den Druck einer großen Plattenfirma wieder mit seinem alten Kumpel Paul Humphreys zusammengetan und ein wirklich schönes, zeitloses Album aufgenommen.

Der Titel „History of Modern“ zeigt: OMD wissen, wo sie stehen, und gehen mit realistischen Erwartungen ans Werk. „Wir waren mal modern und arbeiteten an der


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