Stadtrand

Schifffahrt mit drei f, aber ohne Sitzgelegenheit

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 36/10 vom 08.09.2010

Wie die neue Schiffsstation am Schwedenplatz geworden ist, konnte man in dieser Zeitung kürzlich nachlesen (schön). Dass und wie man dort essen und trinken kann, ebenfalls (gut). Nebenbei hat der Chef unlängst in seinem Kommentar weiter vorne im Heft auch schon bemerkt, wie er es findet, dass ein Teil des Bauwerks als Reklametafel dient (unmöglich). Sogar der Sachverhalt, dass dort nicht nur Schickis abhängen, sondern tatsächlich auch Schiffe anlegen, stand vor ein paar Wochen im Falter. Allerdings scheint die funky Schiffsstation doch vor allem Gastro- und Werbefläche zu sein, die Sache mit dem Verkehrsknotenpunkt nimmt man dann nicht so wahnsinnig ernst – die paar Ausflugsdampfer! Jedenfalls sieht es im Unterdeck ganz schön trist aus. Sitzgelegenheiten für wartende Passagiere fehlen nicht nur in der Holzklasse, Informationen, wo welches Schiff am Stahlponton abfährt, gibt es ebenso wenig wie Durchsagen. Apropos: In der U-Bahn am Schwedenplatz erfährt man auch nichts von der Umsteigestelle am Fluss. Einsteigen nach Bratislava? Aber wie?


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