Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 36/10 vom 08.09.2010

... dass mehr als 100.000 Menschen das erste Wochenende die Nacht-U-Bahn benutzten. Allerdings muss am Sicherheitskonzept noch gearbeitet werden. Der Standard berichtete, dass nicht jede Garnitur mit einem Polizistenpärchen besetzt sei. Logisch. Was passiert, wenn da mal jemand aufs Klo muss?

… dass es Kurt gibt. Kurt heißt nämlich die Hauptfigur eines pixibuchartigen Heftleins, das Kindern das Trennen von Müll näherbringen soll. „Kurt, mein Freund von der Wiener Müllabfuhr“ gibt es in deutscher, serbokroatischer und türkischer Version – und dahinter steckt natürlich die Umweltstadträtin. Ab damit in die Sammeltasche!

… dass das Zebra Saison hat. Das Maskottchen der Schutzwege sollte am ersten Schultag dabei helfen, dass Autofahrern wieder ihre Pflichten in Erinnerung gerufen werden: anhalten, wenn jemand (Kinder und Erwachsene) über die Straße will. Wie wäre es mit mehr Zebrastreifen in Wien?

... dass die Sofiensäle verkauft wurden – womit ein weiteres Kapitel einer unendlichen Geschichte beginnt: Wie vergangenes Wochenende bekannt wurde, erwarben die Kärntner Soravia-Brüder die (2001 abgebrannte) Kulturruine von der rathausnahen Arwag, die seit Jahren den Wiederaufbau versprochen hatte. Lange Zeit hatte es geheißen, ein Hotel komme ins denkmalgeschützte Gemäuer im 3. Bezirk – bis dies laut Arwag krisenbedingt unrealisierbar wurde. Nun will die Soravia zwischen Frühling 2011 und 2013 90 freifinanzierte Eigentumswohnungen errichten. Den Bauplatz daneben behält sich die Arwag und errichtet ihrerseits 60 Wohnungen. So etwas nennt man wohl die optimale Ausnutzung hochpreisiger Stadtzentrumsflächen.


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