Weinhaus, next generation

Stadtleben | aus FALTER 36/10 vom 08.09.2010

Das Joanelli, die unprätentiöseste Weinbar der Stadt, bekam einen Ableger

Lokalkritik: Florian Holzer

Es könnte schon sein, dass nicht besonders viele Menschen mitbekommen haben, dass die Deutschkreutzer Weinschenke zugemacht hat. Ein kleines Ecklokal in der Franzensgasse, eine Tschumsen, dank ergrauter Vorhänge schwer einsehbar, mit Schankbetrieb ab zehn Uhr vormittags, der von den wenigen Stammgästen auch gern in Anspruch genommen wurde. Ein Lokal, das durchaus den Nimbus besaß, einer der letzten Brandineser des grunddynamisierten Naschmarkt-Grätzels zu sein.

Thomas Krösbacher merkte es schon. Seit viereinhalb Jahren betreibt er im ehemaligen Eissalon Sauda in der Gumpendorfer Straße sein Joanelli und schaffte es dort wie sonst eigentlich kaum wer in der Stadt, einem Club-Publikum das Thema „feiner Wein“ nahezubringen. Nicht zuletzt aufgrund einer äußerst radikalen Kalkulation, die es ermöglicht, ein echt gutes Glas etwa um ein Drittel des Preises zu bekommen, den man anderswo


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige