Big in Iraq

Steiermark | aus FALTER 36/10 vom 08.09.2010

Ein Grazer wollte mit Milliardeninvestments Kurdistan modernisieren. Übrig blieb ein Betrugsprozess

Bericht: Herwig G. Höller

Vergangene Woche wehte ein Hauch von Internationalität durch das angestaubte Gebäude des Grazer Landesgerichts für Strafsachen. Um russische Oligarchen ging es da, um belgische Prinzen, kurdische Minister oder französische Spitzenbankiers. Und eine ganze Reihe um eine Menge Geld geprellter Grazer Bürger. Mittendrin: Heinz-Peter P., Jahrgang 1964, der im adretten Steireranzug vor dem Richter erschien. Er soll „wie eine Spinne“, sagt der Staatsanwalt, ein dichtes Netz an Beziehungen und Firmen geknüpft und seine Geschäftspartner dabei um Hunderttausende erleichtert haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Aber der Reihe nach. Schon 1986 und mit zarten 22 Jahren war der aufstrebende Heinz-Peter P. Mitherausgeber des Bändchens „Erinnerungen an Hanns Koren“ – der legendäre ÖVP-Kulturpolitiker war kurz zuvor verstorben. Dann war er als parlamentarischer


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