Jakob Lorber und die innere Stimme

Steiermark | aus FALTER 36/10 vom 08.09.2010

Essay: Gerhard Rühm

In einem Haus der „Neue-Welt-Gasse“, einem schmalen Gässchen, das vom Grazer Hauptplatz abzweigt, findet man eine Gedenktafel mit der Inschrift:

Hier wohnte

Jakob Lorber

Der Schreibknecht Gottes,

der im Jahr 1840 in diesem

Hause die ersten Göttlichen

Offenbarungen empfing.

geb. 1800 gest. 1864

Wer war dieser Jakob Lorber, und was bedeutet „Schreibknecht Gottes“?

Jakob Lorber wurde am 22. Juli 1800 in der kleinen Kanischa, unweit von Marburg (heute Maribor, Slowenien), geboren. Der Vater war Weinbauer, seine Liebe aber gehörte der Musik. Er spielte mehrere Instrumente; auf dem Zimbal soll er es zur Meisterschaft gebracht haben, und er durfte sogar Erzherzog Johann mit seinem Zimbalspiel erfreuen. So wurde das musikalische Interesse Jakob Lorbers schon im Elternhaus geweckt. Bei einem blinden Harfner schaute er sich noch im Knabenalter das Harfenspiel ab, bei seinem Ortsschullehrer nahm er dann Violin-, Klavier- und Orgelunterricht.

Nachdem er sich in Marburg auf den


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