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Rette sich wer kann: Guns N’ Roses rücken an!

Lexikon | aus FALTER 37/10 vom 15.09.2010

Im Fall von Guns N’ Roses bestätigt sich die alte Marx’sche These, wonach sich die Geschichte immer zweimal ereigne – einmal als Tragödie und einmal als Farce. Wobei die amerikanische Hardrockgruppe in ihrer Blütezeit vor rund 20 Jahren durch jenen Fußbreit von der echten Tragödie getrennt wurde, der zwischen Drogenkoma und Rock-’n’-Roll-Tod liegt. An der Farce freilich besteht kein Zweifel: Das Produktionstheater um jedes neue Michael-Jackson-Album war nichts im Vergleich zum Endloswahnsinn namens „Chinese Democracy“, jenem Guns-N’-Roses-Album also, das Mitte der 90er in Angriff genommen wurde und erst im Herbst 2008 tatsächlich erschienen ist. Eine Farce ist auch die aktuelle Bandbesetzung: Sänger Axl Rose ist das einzige Bindeglied zu jener Band, die einst unter dem Namen Guns N’ Roses berühmt wurde. GS

Wiener Stadthalle, Sa 20.00


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